Müll ist Gold wert - doch sind die Sichtweisen auf diese Tatsache sehr verschieden. Während für die einen die Müllvermeidung im Vordergrund steht, werden anderweitig Millionen Tonnen Müll durch ganz Europa transportiert, um den Abfall als Rohstoff oder Energieträger einzusetzen.Aktuelle Beispiele gibt es zu Hauf: gerade wird Müll aus Italien in deutsche Müllverbrennungsanlagen transportiert und in deutschen Städten und Gemeinden kämpfen kommunale Entsorger gegen Privatfirmen um den Rohstoff Altpapier. Inzwischen müssen schon Gerichte bemüht werden, um festzustellen, wer da wann was und wo darf. Doch neben dem eigentlichen Müll-Kreislauf des durchaus sinnvollen deutschen Kreislauf- und Abfallwirtschaftsgesetzes (mit klaren Schwerpunkten zur Müllvermeidung und Verboten von Mülltourismus) entsteht ein weiterer, der allerdings deutlich von kommerziellen Interessen geprägt ist. Müll, sei es als Rohstoff oder Befüllung für Fernwärme oder Strom erzeugende Müllverbrennungsanlagen, ist ein Wirtschaftsfaktor geworden, in dem viel Geld umgesetzt wird. Im Prinzip durchaus im Sinne des Umweltschutzes. Nur entstehen schon Eigendynamiken, die den eigentlichen Absichten entgegenwirken: Zur Auslastung von Müllverbrennungsanlagen (die sich für den Träger auch rechnen müssen) wird Müll in LKWs, in Eisenbahnwaggons und in Schiffen über Tausende von Kilometern über alle Grenzen hinweg transportiert. In Sachen Energiesparen und Klimaschutz also absolut kontraproduktiv. Schon teilweise entsteht in der Öffentlichtkeit der Eindruck, dass Müll produziert, also möglichst viel weggeschmissen werden muss, um die Strom- und Fernwärmeversorgung aufrecht zu erhalten. Widersinniger geht es wohl kaum, gemahnen solchen Abhängigkeiten doch an Bürger (bzw. die Entscheidungsträger) aus einem gewissen Örtchen namens Schilda. Bundesdeutsche Gesetze und bestehende EU-Richtlinien zu Verboten von Mülltourismus werden allzu häufig umgangen, häufig eben mit der Argumentation der notwendigen Energie-Erzeugung andernorts. In einigen Bereichen kann der Verbraucher selbst diesen Mülltourismus eindämmen. Und das ist nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine eher kleine Firma in Mittelfranken macht es vor: Abfälle, die erst gar nicht entstehen, müssen nicht aufwändig und kostenintensiv verwertet oder entsorgt werden. Alleine 2007 hat die geldfuermuell GmbH in Hilpoltstein über 200 Tonnen Müll vermieden und einen Kreislauf geschaffen, von dem der Verbraucher und die Umwelt profitieren. Mit der Wiederaufbereitung von leeren Tonerkartuschen und Tintenpatronen aus Büros und Haushalten wird nicht nur der Rohstoff recycelt, sondern aus den leeren Kartuschen und Patronen werden alternative Druckermodule hergestellt. Dass der Rohstoff nicht zum Beispiel geschreddert und in neue, andere produkte verwandelt wird, steht für eine absolut positive Energiebilanz. Die tatsächliche Verwertungsquote (Anteil der weiterzuverwendenden Bauteile) liegt bei über 90%. Hier profitiert nicht nur die Umwelt, denn nicht anfallender Müll ist immer noch der beste Müll, obendrauf wird das Sammeln auch noch belohnt, indem die eingesandten Leermodule vergütet werden. In 2007 wurden durch die geldfuermuell GmbH 634.512 Leermodule mit einem Gesamtgewicht von 213.367kg und einem Vergütungswert (der an die Kunden ausbezahlt wurde) in Höhe von 1.193.611,52€ der Wiederaufbereitung zugeführt. Zur Verdeutlichung: 213 Tonnen entsprechen 71 ausgewachsenen Elefanten. Gemessen an 133 Millionen in 2007 verkauften Druckerpatronen aber nur ein Anfang, doch kann der Verbraucher (wie die bisher schon über 10 000 Kunden der geldfuermuell GmbH) durch Müllvermeidung seinen Teil dazu tun und mit dafür sorgen, dass nicht bald Müll nur produziert werden muss, um die Heizung warm zu halten. Abgesehen davon, dass natürlich die Energiepolitik auf den Prüfstand muss.
Über GeldfuerMuell GmbHFast 90% der anfallenden Leermodule landen im Müll. Ein riesiger Müllberg, der jedes Jahr wächst. Helfen Sie uns, diesen Müll zu vermeiden und entsorgen Sie Ihre verbrauchten Tonerkartuschen und Tintenstrahlpatronen gesetzeskonform (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz) über das Sammelsystem der Geld für Müll GmbH!
Weitere Informationen : http://www.geldfuermuell.de