plazoo.com
Feed hinzufügen | myPLAZOO | neue Suche | Einstellungen | Hilfe | Über PLAZOO
Pressemitteilungen | Unternehmensnachrichten | Stellenmarkt

 Alternative Unternehmensfinanzierung für den Mittelstand 
 
 
 
Alternative Unternehmensfinanzierung für den Mittelstand (19.03.2008 09:30:40)
 
Alternative Unternehmensfinanzierung für den Mittelstand
Göttingen, 14. März 2008 – Der Modekonzern Hugo Boss muss sich für eine Sonderausschüttung an den Finanzinvestor Permira verschulden. Dennoch öffnet sich mittelständische Unternehmen zunehmend externen Investoren, um neue Finanzierungswege zu erschließen. Sie suchen sich ihre Finanzierungspartner sorgfältig aus und steigern mit einer Beteiligungsfinanzierung nachhaltig ihre Finanzkraft, ihr Eigenkapital und ihre Bonität. 
 
Für den deutschen Mittelstand bedeuten externe Kapitalgeber Chancen und Risiken zugleich. Letzere verwirklichen sich aktuell bei dem von dem Finanzinvestor Permira übernommenen Modekonzern Hugo Boss. Denn hier setzt der Finanzinvestor in diesen Tagen neben einer stattlichen Erhöhung der Dividende eine Sonderausschüttung von zusätzlichen 350 Mio. Euro durch. Doch wer nun wieder Private-Equity-Gesellschaften mit Heuschrecken vergleicht, zeichnet ein undifferenziertes Bild von institutionellen Finanzinvestoren, denn Private Equity für sich genommen ist weder „gut“ noch „schlecht“.  
 
„Sicherlich gibt es Private-Equity-Gesellschaften, deren Geschäftspraktiken an das Verhalten von Heuschrecken erinnern“, stellt Rechtsanwalt Björn Katzorke von Wirtschaftskanzlei Gündel & Katzorke aus Göttingen fest. Bei einer Übernahme durch Firmenkäufer droht bisweilen ein „Ausbluten auf Raten“. Es folgen meist Umstrukturierungen mit dem Ziel einer kurzfristigen Wertsteigerung und Sonderausschüttungen wie aktuell bei Hugo Boss zu beobachten. „Bei einer solchen Transaktion landet das Kapital der Finanzinvestoren ausschließlich oder überwiegend bei den Gesellschaftern. Dem Unternehmen selbst fließt bei solchen Transaktionen oftmals überhaupt keine frische Liquidität zu“, so der Wirtschaftsanwalt, der Private-Equity-Gesellschaften und mittelständische Unternehmen berät. Wird Private Equity allerdings zu Finanzierungszwecken eingesetzt, und nicht nur zur Akquisition des Unternehmens, ermöglicht es den Unternehmen langfristige Zukunftsinvestitionen zur Sicherung der Wettbewerbsposition und zur Expansion in neue Märkte.  
 
„Private Equity ist weder auf eine bestimmte Finanzierungsform, noch auf einen speziellen Kapitalgeber beschränkt“, erklärt der Co-Autor eines im Bank-Verlag erschienen Fachbuches über das Thema. „Es bezeichnet ganz allgemein die Bereitstellung außerbörslichen Eigenkapitals für Unternehmen durch außerhalb des bisherigen Gesellschafterkreises stehende Dritte.“ Hierzu gehören sowohl liquide Mittel aus Kapitalerhöhungen wie auch die Finanzierung durch eigenkapitalersetzende Finanzinstrumente wie Genussrechte und stille Beteiligungen (Mezzanine-Kapital), bei denen es nicht zu einer Verwässerung von Gesellschaftsanteilen kommt.  
 
„Private Equity muss nicht aus dem Tierreich stammen“, führt Katzorke schmunzelnd aus. „Als institutionelle Kapitelgeber kommen vor allem die förderorientierten Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen) in Betracht“. Sie verlangen eine risikoadäquate Rendite von maximal 12 % und die Rückzahlung des Kapitals zum Nominalwert. Sie engagieren sich aber durchschnittlich mit nur rund 370.000,- Euro und stellen selten Beträge über 1 Mio. Euro bereit. Immer mehr mittelständische Unternehmen nutzen deshalb die Möglichkeit, über private Investoren an privates Eigenkapital zu gelangen. Mit einer Eigenemission außerhalb der Börsen werden sie zum Anbieter eines eigenen „Anlageprodukts“ und verschaffen sich so selbst den Zugang zum Kapitalmarkt. Die einzigen Voraussetzungen hierfür: Eigeninitiative, eine geschickte Marketingstrategie und ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigter Verkaufsprospekt zur Aufklärung der Anleger. Auf diese Weise hat z.B. der Bochumer Fleisch- und Wurstwarenhersteller ZIMBO vor zwei Jahren von privaten Anlegern innerhalb nur weniger Wochen 15 Mio. € eingesammelt. Der Stuttgarter Ernst Klett Verlag hat über eine Direktplatzierung innerhalb nur weniger Tage € 25 Mio. frisches Kapital aufnehmen können. Beispiele für erfolgreiche Eigenemissionen sind des Hamburger Musikunternehmens Edel Music, der Schokoladenhersteller Halloren Süßwaren und sogar die Fußballvereine 1. FC Köln und Hertha BSC Berlin.  
Selbst für ganz kleine Betriebe kann es sich lohnen, private Kapitalgeber anzusprechen. „Kleine Mezzanine-Angebote bis zu einem Emissionsvolumen von 100.000,- € können unkompliziert auch ohne Verkaufsprospekt umgesetzt werden“, erklärt Katzorke. Kapitalgeber sind in der Regel unternehmensnahe Kreise wie Mitarbeiter, Lieferanten und auch Kunden.  
 
„Bei einer Eigenemission greifen unsere Mandanten zumeist auf Mezzanine-Finanzierungsinstrumente wie Genussrechte zurück“, stellt der Wirtschaftsanwalt fest. Das Mezzanine-Kapital wird bei dem Unternehmen als Eigenkapital bilanziert und erhöht dessen Bonität. Gleichzeitig bleiben die Eigentumsverhältnisse im Unternehmen unberührt und es bestehen keine Einflussmöglichkeiten der Anleger. Der Privatanleger partizipiert mit einer risikoadäquaten Rendite von 7 bis 15 %.  
 
Solches Mezzanine-Kapital von Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften und privaten Anlegern ist privates Eigenkapital zum gegenseitigen Nutzen des Mittelstands und der Investoren.  


Über Gündel & Katzorke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Die Kanzlei betreut seit vielen Jahren kleine und mittelständische Unternehmen in allen praktischen und rechtlichen Fragen der (Eigen-) Kapitalbeschaffung. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Umsetzung von Transaktionen in den Bereichen Private Equity und Mezzanine-Kapital, insbesondere die umfassende Betreuung von Unternehmen im Rahmen außerbörslicher Kapitalmarktemissionen, strukturierter Finanzierungen und institutioneller Mezzanine-Programme. Sie hat eine Vielzahl von mittelständische Unternehmen an die Kapitalmärkte geführt und es ihnen ermöglicht, ihre Kapitalausstattung mittels der geeigneten Finanzierungsinstrumente nachhaltig zu verbessern.

Weitere Informationen : http://www.gk-law.de

Inhaltlich verantwortlich und Ansprechpartner für Rückfragen

Gündel & Katzorke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Theaterplatz 9
37073 Göttingen

T (0551) 443 43
F (0551) 443 30
info@gk-law.de
www.gk-law.de
Diese Pressemitteilung wird Ihnen präsentiert von 3klicks.de im Namen von Gündel & Katzorke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Sie können diese Pressemitteilung frei nutzen, unter Angabe von 3klicks.de als Quelle und der Anbringung folgenden Links http://www.3klicks.de/info/kanzlei-dr-werner-collegen-press/alternative-unternehmensfinanzierung-mittelstand.html. my.3klicks.de


Mehr Pressemitteilugen dieses Unternehmens
 
Familienunternehmen profitieren von Private Equity (11.04.2008 12:20:00)
Göttingen, 11. April 2008 – Immer mehr Familienunternehmen profitieren von der Finanzierung durch privates Beteiligungskapital. Dennoch ist das Potenzial dieser Art der Kapitalbeschaffung bei weitem n ...

Neue Muster-Widerrufsbelehrung ab dem 1. April 2008 gilt auch für Finanzdienstleistungen (17.03.2008 09:37:00)
Göttingen, 17. März 2008 – Die seit dem Jahr 2002 auch für Finanzdienstleistungen geltende Musterbelehrung über das Widerrufsrecht bei bestimmten Vertriebsformen wie Haustür- und Fernabsatzgeschäfte ...

Alternative Unternehmensfinanzierung für den Mittelstand (14.03.2008 09:34:00)
Göttingen, 14. März 2008 – Der Modekonzern Hugo Boss muss sich für eine Sonderausschüttung an den Finanzinvestor Permira verschulden. Dennoch öffnet sich mittelständische Unternehmen zunehmend externe ...

Von den Großen lernen (11.03.2008 15:57:00)
Die HSH Nordbank gab bekannt, dass sie stille Einlagen in Höhe von 650 Mio. Euro in Grundkapital umwandeln möchte. Mit der verbesserten Kapitalausstattung soll eine Herabstufung des Ratings verhindert ...

MiFID im Praxistest (03.03.2008 15:48:00)
Die neuen Pflichten der Finanzdienstleister Seit November 2007 gelten die neuen Regelungen der Europäischen Finanzmarktrichtlinie, die die Rechte von Anlegern schützen und den Markt durch verstärkten ...


back