Wandervogel: AZ: Die Seite wurde neu angelegt: <!--schweizbezogen--> {{Infobox burg |Name = Ruine Radegg |Bild = Ruine-Radegg.jpg |Bildbeschreibung = |… <!--schweizbezogen--> {{Infobox burg |Name = Ruine Radegg |Bild = Ruine-Radegg.jpg |Bildbeschreibung = |Alternativname = |Entstehungszeit = 13. Jahrhundert |Typologie n. geo. Lage = Höhenburg |Erhaltungszustand = Ruine |Ständische Stellung = Freiherren von Radegg (nicht gesichert) |Abmessungen oder Fläche = |Mauerwerksmerkmale = |Heutiger Ortsname = |Breitengrad = 47.651700591521895 |Längengrad = 8.506615161895752 |Region-ISO = CH-SH |Höhenordinate = 560 |Höhe-Bezug = CH }} Die '''Ruine Radegg''' ist eine um 1200 erbaute und um 1300 zerstörte burg im ((Kanton Schaffhausen)), ((Schweiz)). Sie liegt hoch über dem ((Wangental)) auf einem Felssporn des ((Rossberg (Schaffhausen) |Rossbergs)), welcher auf drei Seiten steil abfällt und zur Gemeinde ((Wilchingen)), Ortsteil Osterfingen, gehört. ==Erforschung== Zwischen den Jahren 1923 und 1937 wurde die Ruine Radegg erforscht. Trotzdem weiss man wenig über die Entstehung und Zerstörung der burg sowie über deren Erbauer, den Herren von Radegg. ==Erbauer== Das Geschlecht der Herren von Radegg wird erstmals 1188 mit Heinrich Scado erwähnt. Um 1225 wird ein Ritter "Rudolf nobilis dictus Schade de Radegg" urkundlich erwähnt. Er soll nicht näher bezeichnete Beziehungen mit dem ((Kloster Rheinau)) gepflegt haben. Im 13. Jahrhundert existierte in der Gegend nebst den Freiherren von Radegg noch eine zweite Familie mit dem gleichen Namen. Die bürgerliche Familie Schad von Radegg liess sich im Spätmittelalter in ((Schaffhausen)) nieder. Dies erschwert eine gesicherte Zuordnung der einzelnen Personen zur Ruine Radegg. Das Freiherrengeschlecht starb 1333 aus. ==Bau und Zerstörung== Die heute noch sichtbaren Mauerreste wurden nicht vor 1200 erbaut. Ob zuvor an dieser Stelle bereits ein hölzerner Vorgängerbau stand ist nicht auszuschliessen jedoch auch nicht belegt. Die burg wurde vermutlich bereits kurz nach 1300 zerstört. Von wem und weshalb ist unklar. Verschiedene Kalksteine sind auf der Innenseite gerötet. Dies lässt auf einen Brand schliessen. Ein Grund der Zerstörung könnte sein, dass die Radegger um 1270 möglicherweise versuchten, das Kloster Rheinau vor den Ansprüchen der Vögte der benachbarten Herren ((Krenkingen)) zu schützen. Ausserdem wurden Pfeilspitzen und Armbrustbolzen bei Ausgrabungen gefunden. ==Anlage== Die burg wurde in einem Zug erbaute. Sie umfasst einen mächtigen Turm, einen Zwischenbau oder Hof mit Zisterne und einen zweiten Turm (von Osten nach Westen). Die östlichen Mauern der Angriffsseiten sind bis zu 4 m dick, die gegen das Wangental steil abfallende Südmauer jedoch nur 2.80 m. Das Baukonzept mit ((Bossieren|bossierten)) Eckquadern und mächtigen Steinblöcken lassen auf eine Bauzeit um 1200 schliessen. Die nordöstlich vorgelagerte Hochfläche ist durch zeitlich undatierte Wälle und Gräben geschützt. Ausserdem sind Spuren einer früheren Materialgewinnung noch sichtbar. ==Tourismus== Schöne Wanderwege führen von Osterfingen durch das Wangental zum ''Bad Osterfingen'' (Gaststätte) und weiter zur Radeggerhalde. Es folgt ein steiler Aufstieg direkt zur Ruine. Der zweite Weg verläuft weniger steil von Osterfingen durch das Haartel-Tal zur Gaststätte ''Rossberghof''. Vom Rossberghof braucht man noch ca. 30 Minuten zur Ruine Radegg. Mit dem Privatauto gelangt man vom Wangental auf einer schmalen Strasse zum Restaurant Rossberhof. Die Ruine ist mit der nötigen Vorsicht frei begehbar. Bei der Ruine befindet sich ein Rastplatz mit einer Feuerstelle. ==Die Sage vom Kätterli== Der Schaffhauser Mundartdichter ((Otto Uehlinger)) erzählt in seiner ((Sage)) vom Kätterli von einem Raubritter, welcher vor vielen Hundert Jahren mit seiner Frau und 7 Söhnen auf der burg Radegg hauste. Die fromme Frau starb nach der Geburt des ersten Mädchens im Kindsbett. Das Mädchen wurde auf den Namen Kätterli getauft. Nach dem Tod seiner gütigen Frau verlor der Ritter jeden Anstand und ritterliche Gesinnung. Er und seine Söhne fielen plündernd und raubend über die Gegend her. Auch Reisende, welche durch das Wangental kamen, wurden nicht verschont. Viele Gefangene, welche im burgverliess schmorten, wurden vom heranwachsenden, herzensguten Kätterli gepflegt und aufgemuntert. Ein italienischer Adeliger verliebte sich im Verliess in Kätterli. Nach der Zahlung eines hohen Lösegeldes wurde er freigelassen und hielt verliebt um die Hand von Kätterli an. Doch Kätterli wollte sein Familie und die Gefangenen nicht verlassen. Ein Jahr später liess der Adelige Kätterli einen blaublühenden Rosenstock bringen. Kätterli pflanzte die Rosen in die Radeggerhalde. Immer wenn sie Kummer und Sorgen hatte, besuchte sie heimlich den Rosenbusch. Die Raubritter trieben es immer bunter. Deshalb beschlossen die Kriegsherren von Schaffhausen und die Bauern von Osterfingen dem Treiben endlich ein Ende zu setzen. In einer kalten Winternacht schlichen sie zur burg und zündeten sie an. Als die burg bereits lichterloh brannte, bemerkten die Angreifer, das an einem Fenster um Hilfe rufende Kätterli. Bevor sie ihm zu Hilfe eilen konnten, stürzte der Dachstuhl über ihm ein. Die unerfüllte Liebe lässt Kätterli bis zum heutigen Tag nicht ruhen. Noch heute soll man es in einer mondklaren Nacht auf der Ruine sitzen sehen. Es betet für die Seelen ihrer Familie und wartet auf Erlösung. Nur ein junger Bursche ohne Fehl und Tadel, welcher die blühende Rose findet und sie dem Kätterli bringt, kann es erlösen. ==Weblinks== * (http://www.wangental.ch/berichte_kaetterli.htm Die Sage „s’Kätterli“ von Otto Uehlinger auf Mundart) *{{HLS|D11498}} ==Literatur== * Heinrich Boxler: ''Schweiz. Beitr. zur Kulturgesch. des MA 22, 1995, 111 f. '' * Werner Meyer: ''burgen der Schweiz,Band 5, Kantone Zürich und Schaffhausen '' * thomas Bitterli-Waldvogel: ''Schweizer burgenführer'' ((Kategorie:burgruine in der Schweiz)) ((Kategorie:Bauwerk im Kanton Schaffhausen)) ((Kategorie:Geschichte (Kanton Schaffhausen)))
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