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Wochen Presseschau
 
Datum : Sat, 03 May 2008 14:13:00 GMT
Quelle : News der Woche
Link : http://blackdragonnews.blogg.de/eintrag.php?i
d=845

Süddeutsche: Die Hypo-Vereinsbank verlegt Arbeitsplätze nach Polen - offenbar sind 1800 Jobs betroffen . Wie die Hypo-Vereinsbank (HVB) bestätigte, sollen zwischen 2009 und 2010 insgesamt 250 Arbeitsplätze aus dem Bereich Abwicklung nach Polen verlagert werden. Außerdem plant die Bank die Auslagerung eines Teils ihrer Logistik- und Gebäudemanagement-Tätigkeiten an einen externen Dienstleister . Ziel sei es, sämtliche sogenannte "Back-Office"-Tätigkeiten, also Banktätigkeiten ohne Kundenkontakt, in eine "Back-Office-Fabrik" zu verlagern, heißt es in einer Einladung des Betriebsrates zu einer Versammlung am kommenden Dienstag. "Im schlimmsten Fall wären bis zu 1800 Kolleginnen und Kollegen davon betroffen." Dazu erklärt die HVB: "Die Zahl 1800 können wir so nicht nachvollziehen". Der HVB und ihrem Mutterkonzern Unicredit geht es bei den Maßnahmen um Millioneneinsparungen, um die Profitabilität des Instituts zu erhöhen . Zwar stieg der Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um rund ein Viertel auf 2,05 Milliarden Euro . Allerdings begann das erste Quartal wegen der weltweiten Kreditkrise auch für die Münchner unerwartet schwach. Hypo-Vereinsbank - Jobverlagerung nach Polen Schweriner Volkszeitung: Die Landesregierung baut in den acht Ministerien und in der Staatskanzlei jede fünfte Stelle ab . Das Kabinett stimmte gestern der schrittweisen Einsparung von 400 der rund 2100 Stellen in der Kernverwaltung zu. "Mit dem Beschluss haben wir die letzte Herausforderung des Personalkonzeptes bestanden", sagte Finanzministerin Sigrid Keler (SPD) . Das von der Vorgängerregierung beschlossene "Personalkonzept 2004" sieht den Abbau von 10.000 der vormals 42.000 Stellen in der gesamten Landesverwaltung vor. Derzeit sind noch 37.000 Menschen beschäftigt. PS. Dem Einen sein "Power 8" ist dem Anderen sein "Personalkonzept 2004". Regierung baut 400 Stellen ab Spiegel: Raubtier-Kapitalismus statt christlicher Nächstenliebe: Nach ARD-Recherchen müssen Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen zusätzlich zu ihrem Einkommen Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen . Arbeitnehmervertreter sprechen von "Dumpinglöhnen", die Lage sei schlimmer als bei Aldi und Lidl. Der Präsident des Diakonie-Bundesverbandes, Klaus-Dieter Kottnik, sagte dem SWR auf die Frage, ob es christlich und gerecht sei, Menschen so zu beschäftigen, dass sie von ihrem Gehalt nicht mehr leben könnten: "Die Alternative wäre, und das ist der Gewissenskonflikt , zu sagen, wir machen die Arbeit gar nicht mehr, wir geben sie auf." Kottnik bestritt aber, dass es systematisches Sozialdumping gebe. PS. Was Arbeit schafft das ist sozial, der Lohn ist dabei völlig egal. Herr Kottnik wird während seinem schweren Gewissenskonflikt selbst nicht auf ergänzende ALG II Leistungen angewiesen sein. Aber solange eine Fangemeinde genügend Fans besitzt, wird das Spiel munter weitergehen. Falls nicht, müssen neue Fans missioniert werden. Natürlich zu deren eigenen Wohlergehen. Kirchen-Mitarbeiter müssen Hartz IV beantragen Stern: Dutzende junge Arbeitslose sind einem Magazinbericht zufolge von Jobcentern auf Kreuzfahrtschiffe vermittelt worden , auf denen Stundenlöhne von weniger als drei Euro gezahlt werden . Die Arbeitsverträge seien mithilfe von mindestens sechs verschiedenen Vermittlungsstellen in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen worden, berichtete die ZDF-Sendung „Frontal21“ am Montag vorab. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) habe Fehler eingeräumt und das mit mehreren Hunderttausend Euro geförderte Arbeitslosenprojekt „Crewing für Kreuzfahrtschiffe“ vorläufig gestoppt. Das Magazin schilderte einen Fall, in dem ein junger Arbeitsloser genötigt worden sei, einen rumänischen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Dieser Vertrag sah demnach eine 70-Stunden-Woche zu einem Nettomonatslohn von 850 Euro vor. PS. Fordern und Fördern. Ist nicht genau dies das Ziel der Hartz IV Gesetzgebungen? Jetzt werden deutsche Arbeitslose endlich einmal gefördert und schon ist die Aufregung groß. Mit dieser Einstellung werden wir keine Vollbeschäftigung in Deutschland erreichen. Auf einem Schiff dürfen die geförderten Arbeitslosen vermutlich noch kostenlos ein Quartier beziehen und ein Schälchen mit Essen in Empfang nehmen. Insofern ist eine 70 Stunden Arbeitswoche mehr als angemessen. Dankbarkeit statt einem Aufschrei sollte der Fall sein. Billiglöhne auf Kreuzfahrtschiffen Netzeitung: Der Deutsche Journalisten-Verband hat zum Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedrohung der unabhängigen Presse durch immer mehr Leiharbeit in den Redaktionen angeprangert. «Einige Verleger setzen alles daran, Journalisten zu billigen Lohnschreibern zu degradieren », kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am Mittwoch. PS. Ob nun ein billiger oder ein gut bezahlter Lohnschreiber die gewünschten Inhalte der Anzeigenkunden verbreitet ist letztlich unerheblich für den angeblich von Pressefreiheit geprägten Journalismus in Deutschland. In der freien Wirtschaft werden derartige Arbeitsgelegenheiten als Sprungbrett angesehen und durch die Medien auch so vermittelt. Opfer der eigenen Schlagzeilen geworden? «Billige Lohnschreiber» bedrohen Journalismus Yahoo-news: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im ersten Quartal 2008 ein Einnahmedefizit von 2,6 Milliarden Euro ausgewiesen . Das Minus sei damit um 1,2 Milliarden Euro niedriger ausgefallen als erwartet , erklärte die BA am Dienstag in Nürnberg. Im vergangenen Jahr hatte sie zwar noch 6,6 Milliarden Euro Überschuss angesammelt, zum Jahreswechsel war der Beitragssatz aber von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt worden. Das Defizit kam deswegen nicht unerwartet. Dass es deutlich kleiner ausfiel als erwartet , verdankt die Bundesagentur nach eigener Einschätzung dem milden Winter und der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung. Beides zusammen habe die Arbeitslosenzahl gesenkt, so dass es wieder weniger Beitragsempfänger und mehr Beitragszahler gegeben habe. PS. Wie verkauft man ein negative Nachricht dennoch gut? In dem der negative Teil der Nachricht als bekannt und erwartet dargestellt wird. Funktioniert aktuell an den Börsen weltweit. Kurse steigen trotz Milliardenabschreibungen und Verlusten der Unternehmen und Banken. Weil diese Abschreibungen erwartet wurden. Die BA erwartet demnach mindestens 10,4 Milliarden Einnahmeverluste im Jahr 2008 plus die noch nicht berücksichtigten Zahlungen für das verlängerte ALG I. Vor zwei Wochen konnte man dem Handelsblatt entnehmen, dass die Renteneinnahmen im März überraschen weggebrochen sind. Dies alles sollte nicht nachdenklich stimmen. Es sind Zeichen des Aufschwungs, die man nur richtig interpretieren muss. Bundesagentur für Arbeit hat 2,6 Milliarden-Defizit n-tv: Geringere Ausgaben für Pauschalreisen und Ferienwohnungen haben die Kosten für die Lebenshaltung im April überraschend stark zurückgehen lassen. Die Verbraucherpreise stiegen nach ersten Daten aus fünf Ländern auf Jahressicht zwischen 2,2 und 2,9 Prozent . Im März lag die Inflation noch bei 3,1 Prozent. Experten zeigten sich überrascht über den kräftigen Rückgang der Teuerungsrate. "Möglicherweise haben wir im März schon den Höhepunkt der Inflation gesehen, auch wenn wir im kommenden Monat wahrscheinlich wieder einen Anstieg erleben werden", sagte Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). PS. Experten zeigen sich überrascht, vor allem die einer Landesbank. Wenn das keine Überraschung ist. Ob die Experten in der Vergangenheit noch von anderen Dingen überrascht wurden? Sollten Sie entgegen der Expertenmeinungen ein anderes reales Empfinden haben, einfach noch schnell eine Pauschalreise buchen und schon haben auch Sie sinkende Kosten zu verzeichnen. Einen weiteren ebenfalls sehr schönen Propaganda Artikel gleich im Anschluss. Inflationsdruck lässt nach Welt: Die Teuerung bei Lebensmitteln, Heizung und Tanken kratzen Deutschlands Konsumenten nicht besonders . Dies legt die jüngste Erhebung der GfK-Marktforscher zur Stimmung der Verbraucher nah. Demnach wollen die Deutschen 2008 wieder mehr einkaufen gehen . PS. Den Zeitpunkt für die Konsumwut der Deutschen muss die GfK allerdings noch genau benennen. Die Preise steigen doch keinen juckt es Statistisches Bundesamt: Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Einzelhandel in Deutschland im März 2008 nominal 3,7% und real 6,3% weniger um als im März 2007 . Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der März 2008 mit 24 Verkaufstagen drei Verkaufstage weniger hatte als der März 2007. Im Vergleich zum Februar 2008 war der Umsatz des Einzelhandels im März 2008 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal unverändert und real um 0,1% niedriger . Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im März 2008 nominal 4,4% und real 9,2% weniger um als im März 2007 . Bei den Supermärkten, Selbstbedienungs-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 4,3% und real 9,2% weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 5,8% und real um 9,1% niedriger. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im März 2008 ebenfalls unter den Werten des Vorjahresmonats (nominal 3,1%, real 4,3% ). Lediglich im sonstigen Facheinzelhandel (zum Beispiel Bücher, Schmuck und so weiter) wurde real 0,8% mehr umgesetzt als im März 2007 (nominal 0,3%). In allen anderen Branchen dieses Bereichs lagen die Umsätze nominal und real unter den Werten des Vorjahresmonats. In den ersten drei Monaten des Jahres 2008 setzte der Einzelhandel nominal 1,3% mehr und real 1,2% weniger um als im Zeitraum Januar bis März 2007. PS. Wenn das keine künftige Kauflaune zum Ausdruck bringt. Warum veröffentlicht eine staatliche Behörde wie das Statistische Bundesamt derartige Zahlen? Bei der Beschäftigungszunahme und den sozialversicherungspflichtigen Stellen ist man auch weniger an den Tatsachen und Details interessiert. Steigende Kinderarmut, Altersarmut, Arbeitslosigkeit weit über die offiziell angegebene Höhe sowie steigende Preise im Einzelhandel sind doch etwas für die Randgruppen in Deutschland aber nicht für eine Mehrheit. Man sollte in Zusammenarbeit mit der GfK und diversen Ministerien die Aufschwungspropaganda nicht beflecken und die gute Laune im Land zerstören. Die Bundesagentur geht hier mit gutem Beispiel voran. Wenn man will, ist in diesem Land doch alles möglich. Liebe Statistiker, nehmt ihr tatsächlich an, das der deutsche Verbraucher auch drei Tage weniger gegessen hat? Oder besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Haushalte im Kaufverhalten vorausschauend eindecken um somit die drei Tage auszugleichen? Von Osterfeiertagen und den (eigentlich) damit verbundenen Mehrausgaben ganz zu schweigen. Solche Fragen kann ein Statistiker natürlich nicht beantworten, da er niemals konsumiert. Der Sprecher des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels (HDE),Hubertus Pellengahr hat wiederum seine Lieblingsausrede parat. Sie werden aus eigener Erfahrung wissen, aus welchem Grund der Umsatzeinbruch im Einzelhandel so hoch ist. Das Wetter ist der Hauptschuldige! Ein Wintereinbruch in den Supermärkten hat dafür gesorgt, dass real 9,2% weniger gekauft wurden, als noch ein Jahr zuvor. Wer kauft auch schon gern bei eisigen 20 Grad Minus ein? Kürzlich konnte man einer Tageszeitung entnehmen, dass der milde Winter den Energiekonzernen weniger Einnahmen gebracht hätte, da die milden Temperaturen zu weniger "Bedarf" beim Kunden geführt haben. So empfindet jeder den Winter nach seinen Empfindungen.....anders. Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um 6,3% gesunken T-Online: Immer mehr Bundesbürger müssen nach einem Zeitungsbericht aus Geldnot ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigen und verlieren damit einen Teil ihrer Altersvorsorge. Nach der jüngsten Statistik zahlten die Versicherer 2006 den Rekordbetrag von rund 12,2 Milliarden Euro vorzeitig aus , wie der "Münchner Merkur" unter Berufung auf den Branchendienst Policen Direkt aus Frankfurt berichtete. Das seien rund 700 Millionen Euro mehr als im Vorjahr gewesen. PS. Der Merkelsche Aufschwung greift in alle Bereiche. Die Kündigungen erfolgten sicher nicht aus Geldnot sondern für einen guten Zweck. Um den Aufschwung mit Privatkonsum weiter zu stärken. Immer mehr Bürger kündigen Lebensversicherung taz: Alternative Ökonomen sehen keinen Anhaltspunkt dafür, dass der private Konsum massenhaft ansteigen sollte. "Es ist eine völlige Fehleinschätzung, zu glauben, dass der private Konsum in diesem Jahr anziehen wird" , sagte Heinz-Jürgen Bontrup, Professor an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Schließlich sei der jetzt abklingende Aufschwung "deutlich schwächer" ausgefallen als vorangegangene. Grund dafür war auch schon der private Konsum, der mehr als die Hälfte der inländischen Nachfrage ausmacht: Während die Wirtschaft noch boomte, gaben die Verbraucher 2007 0,3 Prozent weniger aus als 2006. Die Memo-Autoren wundert das nicht: Real hat sich das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre nur für eine Minderheit gelohnt. 81 Prozent der Bevölkerung haben nicht profitiert. "Beim Abschwung wird das umgekehrt sein", so Bontrup. "Wer soll da massenhaft konsumieren?" Die vermeintlichen beschäftigungspolitischen Erfolge der Bundesregierung änderten daran nichts. Schließlich sei das Sinken der offiziellen Arbeitslosenquote damit erkauft worden, dass immer Menschen, die keine Arbeit finden, gar nicht mehr erfasst werden - und dass sich die Art und Weise der Beschäftigung verschlechtert hat. So arbeitet inzwischen ein Drittel der Beschäftigten in Teilzeit, ein Großteil von ihnen ungewollt, fast 6 Millionen Menschen sind prekär beschäftigt, also in unterbezahlten und ungeschützten Arbeitsverhältnissen. Zugleich seien Niedriglöhne "zu einer Massenerscheinung geworden" , die schon mehr als jeden fünften Erwerbstätigen betrifft. 8 Prozent der Bevölkerung gehören bereits zum"abgehängten Prekariat" und haben damit keine Chance, auf den regulären Arbeitsmarkt zurückzufinden. Schlechtere Jobs und weniger Geld n-tv: Immer mehr ältere Menschen rutschen nach Informationen des "Tagesspiegels" in die Altersarmut ab und sind auf Hartz IV angewiesen . Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II 2005 sei die Zahl der älteren Hilfebedürftigen bis Ende 2007 um mehr als 22 Prozent und damit fast doppelt so stark gestiegen wie bei den anderen Altersgruppen, schreibt die Zeitung unter Bezug auf eine aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes. In drei Jahren verdoppelt - Immer mehr in Altersarmut Statistisches Bundesamt: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im ersten Quartal 2008 deutsche Brauereien und Bierlager 22,2 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,1 Millionen Hektoliter oder 0,6% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum . In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten. Biermischungen Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkohol­freien Zusätzen machten im ersten Quartal 2008 0,7 Millionen Hektoliter des ge­samten Bierabsatzes aus; das ist ein Minus von 2,8% gegenüber dem ersten Quartal 2007 . Bierabsatz im ersten Quartal 2008 um 0,6% gesunken J.Jahnke: Das Konsumklima ist nach der Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Konsumforschung leicht gestiegen (Abb. 04711), ebenso die Konjunkturerwartung (Abb. 04917). Doch liegen die Werte weiter erheblich unter denen von Mitte vergangenen Jahres . Dennoch spricht die GfK gleich von einer "spürbaren" Verbesserung und prognostiziert gleich für Mai einen Wert von 5,9 Punkten. Deutsche in Kauflaune? Welt: Die Versuche der Regierung, die bevorstehenden Preissteigerungen kleinzureden, werden gnadenlos scheitern . Kein Familienvater wird dem Statistischen Bundesamt Glauben schenken, dass die Verbraucherpreise 2007 voraussichtlich um 2,2 Prozent gestiegen sind. Das ist Regierungsstatistik pur. Jeder weiß, das wahre Leben ist wesentlich teurer geworden. Doch insbesondere der Staat als Schuldner ist an einer Inflationsrate interessiert, die hoch genug ist, Staatsschulden erheblich zu reduzieren, aber nominal so akzeptabel ist, dass es dem Steuerbürger nicht auffällt, dass die Kaufkraft seines Geldes massiv verringert wird. In einer solchen Reflationspolitik sind die Leidtragenden letztlich die Anleger. Denn eine Lebensversicherung ist in 25 Jahren inflationsbereinigt wohl nur noch die Hälfte wert. So gesehen leistet die Regierung dem kurzfristigen Spekulanten Vorschub und bestraft den Vorsorgenden. PS. Vor einer Woche hat Michael Glos dem Verbraucher eine gute Nachricht übermittelt. Die Teuerungsrate wird deutlich sinken. Die Inflation wird fatale Ausmaße annehmen FTD: Im Weltbild der Bundesbanker dürfen nur Lohnbezieher und Rentner ihre Lasten tragen. Genauer gesagt, soll der Kaufkraftverlust der Konsumenten von diesen nicht weitergegeben werden. Sie sollen für Benzin, Heizung, Gemüse, Brot und Reis zehn oder 20 Prozent mehr bezahlen . Sie sollen aber deshalb nicht fünf Prozent mehr Lohn erhalten . Kurz, sie sollen Reallohnverluste hinnehmen. Man kann sich darüber unterhalten, ob eine solche Haltung sozial gerecht oder volkswirtschaftlich effizient ist. Darum geht es leider aber gar nicht. Denn die Lohnbezieher haben wenig Chancen, ihre Kaufkraftverluste als Kosten für die Arbeitgeber weiterzureichen (und deren Gewinne zu schmälern). Nicht überall ist die Lage so krass wie in Deutschland, wo in den letzten Jahren die Lohnabschlüsse unter dem Produktivitätsfortschritt blieben. Auch die jüngsten Tarifabschlüsse waren wieder bescheiden. Der über zwei Jahre laufende Abschluss im öffentlichen Dienst dürfte dank einer von Bund und Kommunen durchgedrückten halben Stunde Mehrarbeit pro Woche kaum zum Ausgleich der Inflationsverluste reichen. (Die Preiserhöhungen hatten die öffentlichen Arbeitgeber schon vorab durchgedrückt - in Gestalt der Mehrwertsteuererhöhung um drei Punkte.) Welche Wirkung es hat, dass der Zuwachs von Renten und Löhnen in Deutschland im dritten Jahr des sogenannten Aufschwungs hinter der Inflation zurückbleibt, darüber sprechen weder Weber noch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gern. Sinkende Reallöhne und Realrenten erscheinen ihnen positiv. Bestünde die Gefahr, dass dieser triste Zustand - gern als "notwendige Reformen" bezeichnet - ein Ende fände, würden sie höhere Zinsen fordern. So weit wird es nicht kommen. Vielmehr wird die Euphorie mancher Unternehmer, Exporteure und Bundesbanker darüber, dass man von der US-Finanzkrise hier gar nichts merkt, einer nüchternen Sicht weichen. Der Konsum wird zur Überraschung der Bundesbank-Volkswirte noch schwächer werden . Und die nun hochgelobte Solidität der deutschen Wirtschaft wird wieder Stagnation heißen. Lucas Zeise: Die wahren Opfer der Inflation Focus: Der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern Exxon Mobil profitiert kräftig von den hohen Energiepreisen: Der Gewinn im ersten Quartal stieg um 17 Prozent . Der Öl- und Gaskonzern steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal auf 10,9 Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro) . Der Umsatz kletterte um mehr als ein Drittel auf 116,8 Milliarden Dollar, teilte Exxon Mobil am Donnerstag im texanischen Houston mit. Auch die beiden europäischen Wettbewerber British Petroleum (BP) und Royal Dutch Shell hatten in dieser Woche deutliche Gewinnsprünge vermeldet . Analysten hatten allerdings bei Exxon einen noch höheren Überschuss erwartet. Unterdessen ist Autofahren teuer wie nie : Pünktlich zum langen Wochenende haben die Kraftstoffpreise in Deutschland neue Rekordhöhen erreicht. Ein Liter Benzin kostete nach Angaben eines Sprechers des Branchenführers Aral vom Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt 1,49Euro. Gewinne der Ölgiganten sprudeln FTD: Die Zahl der Arbeitslosen ist im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger stark gesunken als erhofft. Ein Grund könnte die bereits niedrige Erwerbslosenzahl im Winter sein. Schuld ist aber auch ein Computerfehler. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im April um 7.000 auf 3,299 Millionen gesunken . Experten hatten einen Rückgang um 30.000 erwartet. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 5000 ab, im Osten ging sie um 2000 zurück. Das liege zum einen daran, dass wegen der geringeren Winterarbeitslosigkeit deren Abbau entsprechend kleiner ausgefallen sei, sagte Weise. Zum anderen sei durch einen Ausfall der internen Computersysteme der Bundesagentur die Datenerfassung am statistischen Zähltag eingeschränkt gewesen - wodurch "etwa 15.000 bis 20.000 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit nicht mehr in den April gegangen sind", sondern erst im Mai berücksichtigt würden. Diese Zahlen könnten auch auf die saisonbereinigten Werte übertragen werden. Statt des statistisch ausgewiesenen bereinigten Rückgangs von 7000 Arbeitslosen liege die tatsächliche Abnahme daher bei 22.000 bis 27.000. PS. Jetzt müssen bereits Computerpannen für das Sinken der Arbeitslosigkeit herhalten. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt (nach drei Monaten) eine Korrektur nach oben erfolgt, wird dies kein Pressevertreter verkünden, unabhängig der realen Zahlen, welche seit Jahren verschwiegen werden. Denn es besteht auch die Möglichkeit, dass durch diese Computerpanne Neuanmeldungen ebenfalls nicht erfasst wurden. Oder sollte man tatsächlich glauben, dass in dem Zeitraum der Panne ausschließlich Abmeldungen erfolgten? Die BA schreibt dazu in ihrer Pressemitteilung: Zum anderen war durch einen Ausfall der internen Computersysteme der BA die Datenerfassung am statistischen Zähltag eingeschränkt. Untererfassungen bei An- und Abmeldungen in bzw. aus Arbeitslosigkeit führten zu einem zu hohen Ausweis der Arbeitslosigkeit im April. Eine Untererfassung bei den Anmeldungen scheint die BA ebenso wenig wie der Autor der FTD in Betracht zu ziehen. Die FTD hätte eigentlich als Testlauf für das Bundestagswahljahr 2009 einmal 2,9 Millionen Arbeitslose angeben können. PC-Panne vermiest Arbeitsmarktdaten Focus: Experten haben es voraus gesagt, jetzt ist es amtlich: im April sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 94 000 auf 3,414 Millionen . Das waren 563 000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 8,1 Prozent zurück. 2007 hatte sie im gleichen Zeitraum noch bei 9,5 Prozent gelegen. Frühjahrsaufschwung drückt Arbeitslosigkeit Bundesagentur für Arbeit: Leistungsempfänger Arbeitlosengeld I: 938.047 (März 2008: 1.059.979) Leistungsempfänger Arbeitlosengeld II: 5.154.448 (März 2008: 5.153.034) Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.935.485 (März 2008: 1.933.095) Gesamtanzahl ALG I + ALG II: 6.029.495 Gesamtanzahl Leistungsempfänger: 8.027.980 Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im April 2008 - Seite 46 Montagsdemo-Dortmund: Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 70 BA Bericht 4/08) ist von 1.456.564 Personen im Februar 08 um 46.985 Personen auf 1.503.549Personen im März 08 und im April 2008 noch einmal um 28.391 Personen auf jetzt 1.531.940 Personen angestiegen . Das heißt rund 60 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von Februar zu März 08 und rund 30 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von März zu April 08 wurde weder durch die Konjunktur noch durch Nachfrage von Arbeitskräften erreicht sondern durch die Ausweitung der arbeitsmarktpolitische Instrumente . Analyse des BA Berichts April 2008 - Die Wirklichkeit der Realität von Sybilla Wochen Presseschau: Für alle Journalisten, welche Daten der BA ungeprüft über Radio, Print oder TV verbreiten. Der Bezug zum Vorjahr wird z.B. sehr gern in Radionachrichten verwandt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr wird von der BA in den aufgezeigten Beispielen durchweg höher angegeben, als er sich rechnerisch tatsächlich ergibt. In den ersten 4 Monaten des Jahres 2008 wurde keine Zahl aus der eigenen Statistik der BA für den Raum Leipzig in Bezug auf die gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr korrekt wiedergegeben. Alle Zahlen geben einen höheren als "statistisch" erfassten Wert wieder. Die BA muss sich scheinbar nicht einmal bemühen, die eigenen Zahlen korrekt wiederzugeben, da der Mainstream diese ungeprüft verbreitet. Januar 2007 - Leipzig: 69.357 Arbeitslose Januar 2008 - Leipzig: 62.769 Arbeitslose Veränderung zum Vorjahresmonat laut BA : 6.953 Veränderung zum Vorjahresmonat rechnerisch : 6.588 Februar 2007 - Leipzig: 69.585 Arbeitslose Februar 2008 - Leipzig: 62.456 Arbeitslose Veränderung zum Vorjahresmonat laut BA : 7.340 Veränderung zum Vorjahresmonat rechnerisch : 7.129 März 2007 - Leipzig: 68.406 Arbeitslose März 2008 - Leipzig: 61.290 Arbeitslose Veränderung zum Vorjahresmonat laut BA : 7.253 Veränderung zum Vorjahresmonat rechnerisch : 7.116 April 2007 - Leipzig: 66.827 Arbeitslose April 2008 - Leipzig: 60.117 Arbeitslose Veränderung zum Vorjahresmonat laut BA : 6.798 Veränderung zum Vorjahresmonat rechnerisch : 6.710 Lizzy: Denn trotz Arbeitsmarkt-Konjunktur rutschen seit Januar immer mehr Leipziger ins ALG II . Allein von März auf April erhöhte sich die Zahl der "hilfsbedürftigen Erwerbsfähigen" von 63.043 auf 63.678 Personen, die Zahl der Bedarfsgemeinschaften erhöhte sich damit von 47.148 auf 47.713 und die der letztendlich betroffenen Personen von 81.844 auf 82.724 . Gleichzeitig ebbt der Trend der Verwandlung vollwertiger Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft in Arbeitsgelegenheiten nicht ab , von denen niemand leben kann und die von der Arbeitsagentur bezuschusst werden müssen. Gleichzeitig streitet eine recht lautstarke Lobby auch in Leipzig gegen Mindestlöhne, Löhne, die sich irgendwo dort eintakten würden, wo Menschen davon Familien ernähren könnten. Dafür viele Akteure, die sich mit Preisen überhäufen und mit Lobeshymnen feiern. Selbst dann, wenn der stolze Gründer seine hübsche Idee ganz auf prekäre Teilzeitjobs aufbaut und die Rohware billig importiert. Der Sachverstand fehlt. Die Einschätzungsfähigkeit für effiziente Finanzierungsmodelle für ein nachhaltiges Wirtschaften in Leipzig sowieso. Zwei Arbeitsmärkte, viel Bürokratie, keine Konzepte Handelsblatt: In der Industrie der Euro-Zone mehren sich die Anzeichen, dass die Aufschwungkräfte allmählich erlahmen. Im Gegenwind der von den USA ausgehenden Finanzkrise wuchs der Sektor so schwach wie seit dem Spätsommer 2005 nicht mehr. Das Erlahmen der Aufschwungkräfte geht aus dem RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex hervor. Das Konjunktur-Barometer sei auf 50,7 Punkte nach 52,0 Zählern im März zurückgegangen , teilte das britische Forschungsinstitut NTC am Freitag zu seiner Umfrage unter mehreren tausend Unternehmen mit. Damit rückt die Stagnationsmarke von 50 Zählern näher. Die Zahl der Neuaufträge ging mit einem Wert von 48,6 erstmals seit etwa drei Jahren unter dem Strich wieder zurück. Besonders Gebrauchsgüter wurden deutlich weniger nachgefragt. Nur Deutschland konnte im Kreis der größten Volkswirtschaften der Euro-Zone unter dem Strich mehr Neuaufträge einsammeln , auch wenn die Zuwächse geringer ausfielen als in den Vormonaten. Spanien und Italien verzeichneten hingegen die größten Orderrückgänge seit Ende 2001. In Frankreich war das Neugeschäft rückläufig, doch nicht so stark wie bei den südeuropäischen Nachbarn. PS. Deutschlands Exportwirtschaft brummt, während es im Innland nicht einmal summt. Was geschieht, wenn die Zuwächse nicht nur geringer ausfallen sondern gänzlich wegbrechen? Aufschwungkräfte in der Euro-Zone erlahmen Frankfurter Rundschau: Die Deutsche Bank verkauft Kredite in Milliardenhöhe, um ihre Bilanz zu entlasten. Gleichzeitig gewährt sie den Käufern neue Kredite. Die FR geht der Frage nach, was das bringt. Um was für Kredite geht es überhaupt? Es handelt sich um Kredite zur Finanzierung von Firmenübernahmen durch Private-Equity-Fonds und andere Finanzinvestoren. Meist bringen diese Firmenjäger nur sehr wenig Eigenmittel mit und arbeiten mit einem sehr hohen Kredithebel. Deswegen nennt man diese Kredite auch "leveraged loans" - gehebelte Kredite. Davon hat die Deutsche Bank nach eigenen Angaben 36,2 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Wo liegt dann das Problem? Die Deutsche Bank kämpft in erster Linie mit einem buchhalterischen Problem . Da sie die Kredite ursprünglich als verbriefte Wertpapiere an andere Banken weiterverkaufen wollte, hat sie die Forderung nicht ins Bankbuch, sondern ins Handelsbuch genommen. Nach international geltenden Bilanzierungsregeln hat sie sich damit verpflichtet, die Kredite zu den Preisen zu bewerten, zu dem sie am Markt verkauft werden könnten. Alle drei Monate muss das Institut darüber Rechenschaft ablegen. Ist der Preis gefallen, schmälert das den Gewinn der Bank. Da sich die Finanzinstitute derzeit nicht über den Weg trauen, ist der Verbriefungsmarkt tot, sind die verbrieften Forderungen so gut wie unverkäuflich. Deshalb hat die Deutsche Bank schon neue Belastungen von bis zu 2,5 Milliarden Euro angekündigt. Wer soll die Kredite kaufen? Bislang gibt es weder von der Deutschen Bank noch von potenziellen Abnehmern der Kredite einen Kommentar. In Finanzkreisen ist aber zu hören, dass es sich bei den Käufern zum Teil um dieselben Fonds handelt, denen die Deutsche Bank Kreditzusagen gemacht hat . Die Financial Times nennt namentlich die Finanzinvestoren KKR, Apollo und Blackstone. Sie wollen die Kredite offenbar zu günstigen Preisen kaufen und die Transaktion wiederum größtenteils durch Kredite der Deutschen Bank finanzieren . Aber dann steht die Deutsche Bank doch wieder vor dem selben Problem? Nicht ganz. Nur das Ausfallrisiko bleibt bestehen, nicht aber die Notwendigkeit zur Bewertung nach Marktpreisen. Denn wenn die Deutsche Bank die neuen Kredite ins Bankbuch packt, muss sie nur tatsächliche Ausfälle ausweisen. PS. Dem Kind einfach einem anderen Namen geben und schon sind alle Probleme gelöst. Wenn die Preise am Markt Herrn Ackermann genehm sind, bekommt er dafür ein Millionengehalt, obwohl doch beim Gegenteil alles nur ein Buchhaltungsproblem ist. Dies nennt sich dann Marktwirtschaft. Man könnte auch sagen, der Leistungsträger der Nation erarbeitet absolut NICHTS. Kein realer Wert steht hinter seiner Tätigkeit. Ein bißchen Saldieren und fertig ist der Milliardengewinn der Bank oder auch nicht. Sollte die Heuschrecke pleite gehen und damit die Deutsche Bank dann die Kredite tatsächlich abschreiben müssen, wird vermutlich wieder der Staat über den Steuerzahler regulierend eingreifen, damit das Finanzsystem nicht zusammenbricht. Zur Not verkauft die Deutsche Bank eben mal schnell ihren "Schrott" an die IKB und der Steuerzahler nimmt auch diesen gern entgegen. Warum der Staat sich auf diese Weise nicht entschuldet........aber solange die Aktionäre Herrn Ackermann für seine Tätigkeit großzügig entlohnen und beim diesem Ringelpietz mitmachen, ist dagegen nichts einzuwenden. Aber nicht nur Aktionäre kommen für Herrn Ackermanns Leistungsgehalt auf, wie der folgende Artikel zeigt. Wie die Deutsche Bank trickst Stern: Zocken auf Bürgerkosten : Hunderte Kommunen haben mit Zins-Spekulationen riesige Löcher in ihre Haushalte gerissen . Die Stadt Hagen verklagt die Deutsche Bank auf 54 Millionen Euro Schadensersatz. Im Jahr 2005 machte die Deutsche Bank der Stadt Hagen ein verlockendes Angebot. Es ging um ein Geschäft, das Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe versprach. Sie griffen zu, und freuten sich auf einen ungewohnten Geldsegen. Doch drei Jahre später ist alles ganz anders gekommen, statt den Millionen kam das Desaster, statt die Schulden zu verringern sind sie weiter gestiegen: 29 Millionen Euro hat Hagen durch das unglückliche Geschäft bisher verloren, 54 könnten es insgesamt werden. "Wir stehen vor einer finanziellen Horrorlandschaft", klagt ein Sprecher der Stadt. Hagen ist nur eine von möglicherweise hunderten Kommunen , die mit komplizierten Zinswetten Millionenbeträge verspielt haben. Solingen,Dortmund, Würzburg und einige andere Städte haben sich schon geoutet, doch Experten gehen von insgesamt 700 bis 800 Einzelfällen aus,schätzen den Schaden auf bis zu eine Milliarde Euro . Massenweise haben Kämmerer ihre Städte tiefer in den Schuldensumpf gezogen. War die Haushaltslage vorher vielerorts schon angespannt, ist sie nun desaströs . Gespart werden muss das verzockte Geld bei Schulen und Straßen, bei Arbeitsplätzen und Zuschüssen. Die Kommunen wollten am großen Finanzmarkt mitspielen und haben sich dabei gründlich verzockt -die Zeche zahlen die Bürger . Um was es bei dem umstrittenen Geschäft eigentlich genau geht, ist für Laien nur schwer zu verstehen. Schon der Name ist abschreckend: "CMS Spread Ladder Swap" heißt das Finanzprodukt-Ungetüm, das die Deutsche Bank massenhaft an Kommunen, aber auch ein kleine und mittlere Unternehmen verkauft hat. Im Kern handelt es sich dabei um eine Wette über die Entwicklung der Zinsen am Kapitalmarkt. Und genau diese Wette ist für die Kommunen nicht aufgegangen . Sie haben hoch gespielt, und hoch verloren. Nun sollten Finanzpolitiker nicht zocken und keine Stadt darf mit den Steuergeldern seiner Bürger ins Casino gehen und alles auf Rot setzen. Das besagt schon der gesunde Menschenverstand, aber auch das Gesetz: "Spekulationsverbot" nennt sich das. Doch je größer die Not, desto verlockender das schnelle Geld. Dabei wäre statt Euphorie Vorsicht geboten gewesen. Gerade gegenüber der Deutschen Bank , die in dem Geschäft eine zwiespältige Doppelrolle einnahm : Sie war einerseits Berater, andererseits Verkäufer für die Kommunen. In manchen Fällen hat diese Rollenverteilung geradezu absurde Blüten getrieben: So hat zum Beispiel die Stadt Neuss der Deutschen Bank erst 240.000 Euro Beratungshonorar gezahlt , um dann auf Empfehlung der Berater das Zinswetten-Produkt eben dieser Deutschen Bank zu kaufen. PS. Finanzsozialismus bereits in den Kommunen Deutschlands. Eine Staatsanwaltschaftliche Vorführung wie im Fall Zumwinkel darf bei der Deutschen Bank nicht erwartet werden. Die Herrscher im Lande werden sich kaum erneut anklagen lassen. Dafür wird der Steuerzahler bei der nächsten Kommunalwahl garantiert wieder einen Deutsche Bank Politiker wählen. Wann wird wohl ans Tageslicht kommen, dass diese noch andere Kleinigkeiten als Gegenleistung für einen Vertragsabschluss erhalten haben? Welche rechtlichen Ansprüche die Bürger an die Deutsche-Bank-Politiker-Abzocker stellen könnten, war dem Artikel nicht zu entnehmen. Vermutlich mehr Steuern zahlen bei Lohnverzicht, vor allem im Öffentlichen Dienst. Die 54-Millionen-Euro-Wette Spiegel: Die Summe klingt gigantisch: Insgesamt 112 Milliarden Dollar wollen die Zentralbanken den Finanzmärkten zur Verfügung stellen. So soll die Liquidität der Märkte sichergestellt werden, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte . Ähnliche Erklärungen gab es von der US-Notenbank Fed und der Schweizer Nationalbank (SNB). Die EZB erhöht ihr Kreditvolumen nach eigenen Angaben auf 16 Milliarden Euro. Die Fed kündigte an, ihr Kreditvolumen für die Finanzmärkte von bisher 50 Millionen Dollar auf insgesamt 75 Milliarden Dollar auszudehnen. Die SNB wolle ihr Kreditvolumen von sechs auf zwölf Milliarden Dollar verdoppeln, teilte das Institut in Zürich mit. Zudem gleiche es den Rhythmus für die Kreditauktionen an die 14-tägigen Vergabeverfahren der EZB und der Fed an. PS. Eigentlich wurde doch das Ende der Finanzkrise eingeläutet! DAX und Experten zeigten sich am Freitag begeistert. Wozu dann derartig hohe Summen zur Verfügung stellen? Liquidität bereitstellen bedeutet nichts anderes, als dass der Steuerzahler für die Zockerpapiere aufkommen darf. Ob dies in Zukunft wohl dazu führen wird, dass sich derartige Dinge nicht wiederholen oder ob es eine Art Freibrief darstellt? Die Banken wissen, dass im Fall der Fälle immer der Staat einspringen wird und können so unbehelligt und in betrügerischer Absicht Kredite verbriefen, ohne dass dies im Verlustfall für die Banken Konsequenzen hätte. Die EZB kommt gern für nicht zahlende Kreditnehmer und Abzockerbanker auf. Schließlich ist genau dies ihre ureigenste Aufgabe. Sollten Sie gerade nicht kreditwürdig sein, einfach den Antrag über Ihre Hausbank (insofern noch vorhanden) bei der EZB einreichen. Diese wird Ihnen dann gern jeden nur erdenklichen Betrag bis zu einer gewissen Milliardengrenze zeitlich unbegrenzt zukommen lassen. Fehlende finanzielle Mittel für das Marketing haben bisher verhindert, dass sich diese Form der Kreditvergabe bis zum Verbraucher herumspricht. Zentralbanken pumpen 112 Milliarden Dollar in die Märkte Beobachter: Immer mehr Geld konzentriert sich in den Händen von immer weniger Superreichen. Das gefährdet die Wirtschaft und die Demokratie, warnt Hans Kissling, ehemaliger Zürcher Chefstatistiker. Beobachter: Die reichsten drei Zürcher haben mehr Vermögen als 412’000 andere Zürcher zusammen. Das belegen Sie erstmals mit statistischen Zahlen. Gab es diese Kluft zwischen Arm und Reich nicht schon immer? Hans Kissling: Die ungleiche Vermögensverteilung hat sich in den letzten Jahren radikal zugespitzt. 1991 hatten die drei reichsten Zürcher so viel Vermögen wie 45 Prozent der ärmeren Zürcher, 2003 besitzen sie schon so viel wie 56 Prozent . Das ist eine dramatische Entwicklung in dieser kurzen Zeit. Beobachter: Sie sprechen von einer Entwicklung hin zu einem neuen Feudalismus in der Schweiz. Übertreiben Sie da nicht ein bisschen? Kissling: Nein. In den nächsten 30 Jahren werden jedes Jahr vier Personen mehr als eine Milliarde erben! Aus diesen riesigen Vermögen entstehen sehr hohe Einkommen durch Zinserträge, Dividenden oder Wertsteigerungen auf Wertpapieren - ohne dass dafür die geringste eigene Leistung erbracht werden muss . Und diese grossen Vermögen erlauben einen grossen politischen Einfluss. Das ist Feudalismus pur. Superreiche Erben schaden uns. PS. Nicht nur in der Schweiz wird das aktuelle Geldsystem immer mehr zur Bedrohung der Demokratie, insofern diese überhaupt noch vorhanden ist. Die Forderung nach einer Erbschaftssteuer wird das vom Chefstatistiker a.D. angeprangerte allerdings nicht einmal im Ansatz oder wirksam abändern. «Superreiche Erben schaden uns» We Feed the World - Essen Global Tagesspiegel: Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind unter zehn Jahren an Hunger. Alle vier Minuten erblindet jemand aufgrund von Vitamin A-Mangel. Im Jahr 2007 waren 856 Millionen Menschen jeder sechste auf unserem Planeten schwer und dauerhaft unterernährt. Im Jahr 2005 waren es noch 842 Millionen. Der World Food Report der FAO, der diese Zahlen angibt, versichert, dass die weltweite Landwirtschaft im derzeitigen Entwicklungsstand ihrer Produktivkräfte normalerweise (das heißt mit 2700 Kalorien pro Tag und pro Erwachsenem) 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Wir sind heute 6,6 Milliarden Menschen auf dieser Erde. Konklusion: Es gibt kein unabänderliches Schicksal. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Die wirtschaftliche, soziale und politische Weltordnung, die vom Raubtierkapitalismus errichtet wurde, ist nicht nur mörderisch. Sie ist auch absurd. Sie tötet, aber sie tötet ohne Notwendigkeit. Sie muss radikal bekämpft werden. Wo ist Hoffnung? In der Weigerung des Menschen, eine Welt zu akzeptieren, in der das Elend, die Verzweiflung, die Ausbeutung und der Hunger einer Vielzahl den relativen Wohlstand einer gewöhnlich weißen Minderheit gewährleistet. Der moralische Imperativ lebt in jedem von uns. Es geht darum, ihn zu wecken, den Widerstand zu mobilisieren und den Kampf zu organisieren. Ich bin der andere, der andere ist ich. Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir. Karl Marx: „Der Revolutionär muss imstande sein, das Gras wachsen zu hören.“ Vom 5. bis zum 7. Juni 2007 hat im Seebad Heiligendamm an der Ostsee das Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Staaten des Planeten stattgefunden. In Heiligendamm haben Wladimir Putin, Angela Merkel, George W. Bush und Nicolas Sarkozy und ihre Kollegen versucht, als die Herren der Welt aufzutreten. Ein rührender Versuch, der ans Lächerliche grenzt, sind doch die meisten unter ihnen selbst wenn sie demokratisch gewählt sind nichts anderes als Söldner der real herrschenden Konzerne . Im Jahr 2007 haben die 500 mächtigsten transkontinentalen Privatgesellschaften mehr als 53 Prozent des Weltbruttosozialprodukts kontrolliert, das heißt aller Reichtümer (Kapital, Dienstleistungen, Waren, Patente usw.), die in einem Jahr auf dem Planeten geschaffen werden. Afrika stand im Mittelpunkt der Debatten. Die zwei wichtigsten Punkte der Tagesordnung betrafen zum einen die „Garantie für Privatinvestitionen“ und zum andern die „Universalität des Patentschutzes“. Das Wort „Hunger“ kam auf der Agenda von Heiligendamm nicht vor. PS. So partizipiert eben jeder auf seine Art und Weise an der neuen Globalisierung. Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind Volker Pispers - Antikapitalismus Nachrichten über die USA aus Österreich: ORF: Hunderttausenden US-Haushalten könnte bald der Strom abgeschaltet werden. Der Grund: Durch die gestiegenen Heizkosten im Winter sind sie mit dem Bezahlen ihrer Strom- und Gasrechnungen in Verzug. Bei dem Abschalten der Versorgung wird in den nächsten zwei Monaten laut den zuständigen Behörden und Energieversorgern nun ein "Rekord" erwartet , wie die "New York Times" ("NYT") berichtet. In Gesprächen mit regionalen und überregionalen Energieanbietern sei herausgekommen, dass es bei den Abschaltungen wegen Zahlungsverzuges zu einem neuen Rekord kommen werde , so Wolfe. Allein in Rhode Island werde die Zahl von 30.000 im letzten Jahr 2008 weit übertroffen werden. In Pennsylvania, wo die Hilfeleistungen in den letzten Jahren rund 133.000 Haushalte betrafen, wurden im Jahr 2008 bereits 166.000 Zuschüsse vergeben. Die Tendenz ist weiter steigend , heißt es von den Behörden. Von dem staatlichen Hilfsprogramm bekamen mindestens 5,8 Mio. Haushalte Zuschüsse für ihre Heizkosten - die höchste Zahl seit 16 Jahren , wie es heißt. Doch auch dem Hilfsprogramm geht das Geld aus . Im Gegensatz zu den staatlichen Essensmarken , die automatisch angepasst werden, wurde das Programm nicht in dem Maße angepasst, wie die Energiekosten stiegen. Nun wird der Ruf zahlreicher Bundesstaaten an den US-Kongress laut, das staatliche Hilfsprogramm um eine Milliarde Dollar aufzustocken. Bisher wurden rund 2,6 Mrd. Dollar an die bedürftigen Familien verteilt. Der Druck auf Washington, rasch zu handeln, wird immer stärker. Millionen könnte sonst in nächster Zeit das Abschalten des Stroms drohen . PS. Diese Zustände werden wir in Deutschland auch noch gemeinsam "hinbekommen". Armut breitet sich weiter aus Nachrichten über die USA aus Deutschland: n-tv: Ab Montag erhalten die ersten US-Bürger ihre im Rahmen des Konjunkturpakets der US-Regierung versprochenen Steuererstattungen. Rund 7,7 Mio. Steuerzahler würden in der kommenden Woche auf elektronischem Wege ihre Rückzahlung erhalten, sagte US-Präsident George W. Bush. Ab dem 9. Mai werde das Finanzamt damit beginnen, weitere Schecks zu versenden. "Das Geld wird den amerikanischen Bürgern helfen, die höheren Preise an den Zapfsäulen und in den Lebensmittelgeschäften auszugleichen" , fügte Bush hinzu. Das Konjunkturpaket der US-Regierung über insgesamt 152 Mrd. US-Dollar soll der erlahmenden Wirtschaft wieder Schwung geben. Vorgesehen für die US-Haushalte sind Steuerrückzahlungen von bis zu 600 Dollar pro Person, bis zu 1200 Dollar für Ehepaare und 300 Dollar je Kind. Insgesamt sollen auf diesem Wege 130 Mio. Haushalte erreicht werden, um die Binnennachfrage zu stützen. US-Bürger im Geldregen ORF: Wien bekommt noch in diesem Sommer seinen ersten Sozialsupermarkt. Menschen mit maximal 800 Euro Monatseinkommen können dort stark verbilligte Lebensmittel kaufen. Über 90.000 Wiener gelten als arm und haben oft nicht einmal genug Geld für Grundnahrungsmittel. Ab Juli gibt es für sie den ersten Sozialsupermarkt in Wien. Nach dem Vorbild von bereits bestehenden Einrichtungen in St. Pölten, Wiener Neustadt und Graz wird Pfarrer Wolfgang Pucher nun endlich seinen ersten Vinzi-Supermarkt in der Bundeshauptstadt eröffnen. "Dort können Menschen, die weniger als 800 Euro monatlich Einkommen haben - das müssen sie nachweisen -, einen Ausweis bekommen, und dann können sie bei uns Lebensmittel zu einem Drittel des tatsächlichen Werts erwerben", so Pucher. Brot soll sogar verschenkt werden . PS. Die Globalisierung sorgt auch in Österreich dafür, dass Menschen nicht hungern müssen. Hoffentlich sind keine Shoppingmeilen in der Nähe des Sozialsupermarktes, damit die österreichischen Leistungsträger auch unbehelligt konsumieren können. Erster Sozialsupermarkt für Wien Reuters: Die US-Notenbank Fed hat im Kampf gegen eine Rezession in den USA ihren Leitzins zum siebten Mal in Folge gesenkt. Die Äußerungen der Notenbank waren deutlich zurückhaltender als bei den vergangenen Zinssenkungen. Die wiederholten Schritte sollten helfen, das Wachstum in den USA wieder anzukurbeln, teilten die Notenbanker mit. Zugleich betonte die Fed die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie. Der Passus, wonach weiterhin Abwärtsrisiken für die Konjunktur bestünden, war in der Erklärung nicht mehr zu finden. Die Fed werde nötigenfalls eingreifen, hieß es lediglich. Nach Einschätzung von Experten deutete die Notenbank damit an, zunächst zu beobachten, ob die Wirtschaft an Fahrt gewinnt, und erst dann über weitere Zinssenkungen zu entscheiden. Kurz vor der Zinsentscheidung hatten neue Daten gezeigt, dass sich die größte Volkswirtschaft am Jahresanfang relativ gut geschlagen hat. Entgegen allen Erwartungen konnte sie demnach ihr Tempo halten: Die Summe aller Waren und Dienstleistungen wuchs im ersten Vierteljahr aufs Jahr hochgerechnet um 0,6 Prozent und damit genau so stark wie Ende vorigen Jahres . Allerdings liefert ein genauerer Blick kaum Grund zur Entwarnung: So wurden vor allem Lagerbestände aufgebaut , was in den kommenden Monaten auf der Wirtschaft lasten könnte. Keine Entspannung ist beim Konsum in Sicht , der etwa zwei Drittel der US-Wirtschaft ausmacht: Hier war das Wachstum zuletzt 2001 schwächer. PS. Entgegen aller Erwartungen wurde ein Lagerbestand weiter ausgebaut und führte zum Nichtkonsum der Verbraucher, welche auch bei aktueller Zinssenkung aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht für Wachstum sorgen können. Für die Zukunft lässt sich in diesem Bereich sicher noch einige Daten manipulieren. Wie lange kann eine Wirtschaft ohne (Wachstums)Konsum mit vollen Lagerhallen den Anschein eines gesunden Systems aufrecht erhalten? Diese Frage wird nicht nur in den USA zu beantworten sein. Fed stemmt sich mit Zinssenkung gegen Wirtschaftsflaute Websitentipp: Das Umsturzverbrechen (Reformverbrechen/Privatisierungsverbrechen) Muster 1929/1933 - aktuelle Wiederholung 2000/2005 Hund und Gesellschaft
 
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